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Von Freibad, Rhythmus und dem Kita-Kind

Heute ist mein letzter Tag zuhause. Ab morgen geht es wieder ins Büro. Ich kann es noch gar nicht glauben. Am 28.3.2015 bin ich in Mutterschutz gegangen. Am 29.8.2016 geht es weiter im Job. Erstmal mit einer halben Stelle, aber irgendwie ist es trotzdem seltsam.
Der Gatte übernimmt dann in den nächsten zwei Wochen die Kita-Eingewöhnung und ich bin seeeehr gespannt, wie es läuft. Bisher ja ganz gut. Am letzten Freitag war ich schon für drei Stunden zuhause, ohne Kind, ganz alleine. Was man da alles schaffen kann!
Ich hoffe sehr, dass ich den Freitagvormittag irgendwann auch etwas für mich nutzen kann - wenn sich alles eingespielt hat. Denn der Alltag mit Kita-Kind ist schon recht strukturiert bzw. muss so sein. Das kommt mir nur entgegen, denn ich mag feste Strukturen und glaube, dass so ein Rhythmus auch für den Sohnemann ganz günstig ist.
Wir haben seit der Kita eine feste Aufsteh-Zeit, feste Essenszeiten, feste Schlafenzeiten. Das hat sich bisher auch ganz gut bewährt.
Nur manchmal fühle ich mich deswegen etwas als Spaßbremse. Ein Beispiel: Ich habe zwei wirklich nette Nachbarinnen mit Söhnen im gleichen Alter wie Joris. In letzter Zeit haben sie öfter gefragt, ob ich nicht Lust habe, mit ins Freibad zu kommen. Ich habe verneint. Zwar findet Sohnemann Wasser total super (die Außentemperaturen derzeit allerdings überhaupt nicht), aber so ein Freibad-Besuch würde alles durcheinander bringen und wäre immer eine logistische Herausforderung. Denn mittags ist es zu heiß und wenn wir nach dem Mittagsschlaf fahren, wäre man erst gegen 16 Uhr da. Dann eine oder anderthalb Stunden planschen, wovon ich nichts habe, da das nölende sonst Draußenkind lieber drinnen im Kühlen wäre. Dann wieder zum Abendbrot mit dem Fahrrad nach Hause, wo Joris mit 99%iger Sicherheit im Fahrradanhänger einschlafen würde und demnach nicht wie üblich gegen 20 Uhr im Bett verschwindet. Der Rhythmus käme komplett aus dem Tritt. Das Kinde ginge später ins Bett und käme nicht auf die Anzahl der benötigten Schlafstunden, denn am nächsten Tag muss es - unausgeschlafen - um spätestens halb neun wieder in die Kita. Klingt nicht so verlockend, oder?
Außerdem - mal ganz am Rande - mag ich Freibäder nicht besonders. Ständig wird man von Wespen geärgert, findet keinen Schattenplatz und bekommt bei Temperaturen um 35°C kein Bein an die Erde. Alleine mit Kleinkind kann man nicht mal Bahnen ziehen, sofern das aufgrund der Fülle überhaupt möglich wäre. Nee, nee. Da fahrt ihr mal schön ohne mich/uns. Wir machen das Planschbecken startklar und genießen ein Kaltgetränk im heimischen Garten. Wenn das Kind irgendwann besser schläft oder wohlmöglich das Seepferdchen hat, wird es wahrscheinlich entspannter und wir werden viele, viele Tage im Freibad verbringen (müssen).
Jetzt konzentrieren wir uns erstmal auf die Kita-Eingewöhnung und wenn das läuft, ist auch wieder Zeit für andere Freizeitaktivitäten. Wahrscheinlich bin ich da sehr strikt, aber das mit dem Rhythmus hat sich für uns bewährt. Bestimmt gibt es andere Kinder, mit denen man den Zeitplan etwas flexibler gestalten kann. Mit Joris geht das momentan nicht. Muss es aber auch nicht.

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