Direkt zum Hauptbereich

Mutter-Kind-Wochenende

"Papas brauchen das manchmal", so verabschiedete uns die Erzieherin in der Kita ins lange Wochenende. Ich hatte ihr gerade erzählt, dass der Mann mit seiner Männertruppe ins Sauerland aufgebrochen ist, um da drei Tage zu verweilen. Ja, Papas brauchen das manchmal. Und Mamas müssen sich überlegen, wie sie drei Tage das Kind bespaßen - alleine, ohne Auto und ohne Ablösung.
Vorab: Wir haben es überlebt und nächstes Jahr darf der Papa wieder wegfahren. Aber einmal im Jahr reicht auch ;-)

Freitag

Los ging unser Mama-Sohn-Wochenende am Freitagnachmittag mit einem ausgiebigen Spielplatzbesuch. Das Wetter war gut und für Ende September wirklich mild. Das Kind war dementsprechend wohlgelaunt, rutschte alleine die große Rutsche runter und ließ sich bestimmt zwanzig Minuten in der Reifenschaukel schaukeln. Nur mit einer anderen Mutter unterhalten ging nicht, da Sohnemann die ungeteilte Aufmerksamkeit beanspruchte.
Das Abendessen gelang ohne größere Geschehnisse und irgendwann lag Joris dann auch im Bett und ich auch - so um 21.30 Uhr.

Samstag

Am Samstag stellte uns Petrus vor eine besondere Herausforderung: Das Wetter war teilweise so usselig, dass sogar das Draußenkind nicht wirklich vor die Tür wollte. Wir wagten uns trotzdem mit dem Laufrad zum nächstgelegenen Bäcker, um das Frühstück zu organisieren. 
Nach dem Frühstück nutzten wir die Regenpause zum Laubharken. Was soll ich sagen? Mein lieber kleiner Sohn war richtig eifrig an der Schaufel dabei. Ich war ganz gerührt von so viel Hilfbereitschaft.
Danach knetete ich schnell einen Mürbeteig zusammen, damit die ersten Plätzchen des Jahres in den Ofen wandern konnten. Das Ausstechen blieb aber dann aber doch an mir hängen, Joris spezialisierte sich aufs Teigessen. Was ich voll und ganz verstehen kann.
Außerdem lasen wir diverse Kinderbücher, tobten durchs Wohnzimmer, stellten ein, zwei Waschmaschinen an und sahen zu, dass Joris gegen halb eins müde genug für ein Mittagsschläfchen war.
Im Anschluss daran wurde gekocht und irgendwann zwischendurch habe ich versucht, den Haushalt einigermaßen in den Griff zu bekommen (man beachte den Staubsauger im Hintergrund).
Da das Nach-Draußen-Gehen nachmittags komplett ins Wasser fiel, wurde noch Musik aufgedreht und wild getanzt. Als mir gar nichts mehr einfiel bemühte ich den Fernseher und wir guckten eine Folge "Connie" (ja, so ist das).
Zum Abendessen belegte ich flugs eine Pizza. Dann hörte es auf zu regnen. Also nichts wie raus, Essen kann warten. Wir drehten eine kleine Runde um den Block, sprangen in Pfützen und machten kleine Wettrennen. Danach war der Hunger groß und die Pizza schnell fertig.
Im Bett war Joris nach einer ausgiebigen Baderunde gegen acht und ich eine Stunde später - fix und fertig.

Sonntag

Der nächste Tag war ein Sonntag und die Sonne lachte. Sohnemann war wie immer früh auf den Beinen und so machten wir uns nach einem schnellen Müsli auf zu einer kleinen Fahrradtour. Über die umliegenden Spielplätze wird nämlich nur noch die Nase gerümpft und mit einem "ander Pielpatz" Unmut kundgetan. Also radelte ich mit Kind im Fahrradanhänger in die Stadt. Genauer: an die Promenade auf den Spielplatz am Coerdeplatz. Das war ganz wunderbar. Bis auf, dass ich vergessen hatte, Joris eine Buddelhose und Gummistiefel anzuziehen (möööp!). Hätte man sich ja auch denken können, dass vom Regen am Vortag noch alles nass ist. Egal.
Auf besagtem Spielplatz gibt es ein Flugzeug, noch nie bekletterte Klettergerüste, noch nie gerutschte Rutschen und sehr viele Kinder (und deren Eltern). Auf letztere hätten wir gut verzichten können, da der Sohn immer noch lieber alleine erkundet und nur die Kinder aus seiner Kita-Gruppe einigermaßen okay findet.
Wir blieben fast zwei Stunden und fuhren fürs Mittagsschläfchen nach Hause. Leider schlief Joris etwa zweihundert Meter vorm Ziel ein und musste danach eine dreiviertel Stunde davon überzeugt werden, dass er wirklich noch müde ist. Naja, immerhin hatte ich eine gute Stunde Pause in der Mittagszeit (in der die Nachbarn anfingen zu saugen, aber das ist ein anderes Thema).
Am Nachmittag besuchten wir einen Spielplatz in der Nachbarschaft und konnten wieder ein paar Stunden frische Luft tanken.
Somit war irgendwann auch der Sonntag zuende. Und ich mal wieder kurz nach Joris im Bett.

Montag

Montags habe ich frei. Dieser Montag war ein Brückentag und die Kita hatte zu. Also habe ich Joris mit zu einem Augenarzttermin genommen. Das hat wider Erwarten wirklich gut geklappt. Er war trotz langer Wartezeit ein Vorzeigekind und guckte sich auf dem Fußboden ein Bilderbuch an, während ich untersucht wurde. Hätte ich vor einem halben Jahr noch nicht für möglich gehalten.
Und als wir zurück kamen - Überraschung! - war der Papa wieder da! Hurra!

Soweit zu unserem Wochenende. Ich freue mich auf das nächste! Ein schönes solches allerseits!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

12 von 12 im April 2019

Juchu! Heute beteilige ich mich wieder an der Aktion "12 von 12" und zeige in zwölf Bildern meinen Tag. Letzten Monat hatte ich es nicht geschafft.
Los geht's mit dem obligatorischen Kaffee um kurz nach sieben:
Dann wird die Brotdose fürs Kindergarten-Frühstück gepackt:
Nach einem wenig ereignisreichen Vormittag, der aus Wäsche und Betten beziehen besteht, treffe ich mich mit dem Gatten zum Mittagessen am Hafen:
Das bin übrigens ich - in der 39. Schwangerschaftswoche. Noch ist alles ruhig ...
Nachmittags wird ein wenig im Wohnzimmer gekämpft:
Und später geht's noch raus an die frische Luft - überall grünt und blüht es jetzt:
Mein zwei liebsten Männer:
Die Baustelle in der Nachbarschaft scheint momentan zu ruhen:
Wieder daheim, wird ein Spiel gespielt:
Und dann geht's aufs Sofa - ein bisschen ausruhen:
Mein Rücken - fast professionell getaped vom Gatten. Ich habe das Gefühl, es hilft ...
Zum guten Schluss noch "Let's Dance" im TV. Leider sc…

12 von 12 im Januar 2019

Hallo neues Jahr! Hallo neue Runde 12 von 12! In zwölf Bildern nehme ich euch mit durch meinen Tag. Was andere heute so erlebt haben, ist auf dem Blog von "Draußen nur Kännchen" zu lesen.
Los ging's bei mir mit einem süßen Frühstück:
Das Wetter lud nicht zu Draußen-Aktivitäten ein, darum wurde mit dem Kind etwas am Notebook gedaddelt ...
... und neue Kunstwerke geschaffen:
Nachmittags wartete Kuchen von vorgestern, der aber immer noch sehr lecker war. Das Rezept gibt's bei chefkoch.de.
Ein erster Blick seit Tagen auf unsere Baustelle. Sieht doch schon ganz okay aus.
Na ja, fast okay: Nachmittagsprogramm bei Regen: Spielzeug bespielen, ... ... Freundebuch ausfüllen, ...
... Wäsche wegräumen ...
... und dann doch noch einmal das Kind lüften. Pfützenhüpfen geht eigentlich immer:
Zum Abendessen gab's Reis mit süß-saurer Soße und Salat:
Und für Mutti eine Art Iso-Drink ;-)
Das war's auch schon an diesem verregneten Januartag. Habt einen angenehmen Abend!

12 von 12 im Februar 2019

Puh, schon wieder ein Monat ohne einen einzigen Blogeintrag. Ich komme einfach zu nichts. Trotzdem möchte ich es mir nicht nehmen lassen, die kleine Reihe "12 von 12" weiterzuführen und an der Aktion des Blogs "Draußen nur Kännchen" teilzunehmen.
Also - hier mein Tag in zwölf Bildern:
Los ging's wie immer mit dem Frühstück - für das Kind Honigflops und Saftschorle:
Und für mich Naturjoghurt mit Müsli und Kaffee:
Im Büro warteten weitere leckere Sachen, eine Kollegin hatte am Wochenende Geburtstag:
 Auf dem Rückweg von der Arbeit schnell das Kind vom Kindergarten abgeholt:
Zuhause gab's eine Kekspause:
Dann ging's kurz zum nächstgelegenen Discounter, der Kühlschrank war leer ... 
Im Vorgarten lassen sich die ersten Frühlingsboten blicken ...
 Morgen ist Müllabfuhr, also schnell die Tonnen und Gelben Säcke an die Straße gestellt:
Kurz Füße hochlegen und etwas Wintersport gucken. Joris durfte mitgucken und drückte dem deutschen Team kräftig die Daume…